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Als das alte Landstädtchen Kyburg noch Sitz von Fürstengeschlechtern war, hatte es auch wirtschaftlich seine bedeutungsvollste Zeit. Die Handwerksleute waren vorwiegend in der Eisen-, Holz- und Lederbranche tätig und vermochten den Bedarf des Hofes zu decken. Einzelne Handwerkszweige konnten sich noch lange halten, wenn auch die meisten ihre Existenz mit einer kleinen Landwirtschaft als Nebenerwerb zu sichern hatten. Unter anderem war früher eine Tuch- und Stofffärberei ansässig, und auch eine Käserei oder eine Küferei fehlte nicht. Weiter waren ein Schneider und ein Schuhmacher in Kyburg tätig und hatten einen weit über die Gemeinde hinausreichenden Kundenkreis.
Dass in Kyburg aber nicht nur Handwerker beheimatet waren, sondern es heute auch über Gewerbe und Industrie verfügt, ist vielfach nicht bekannt. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts druckte der Ortspfarrer Erni im Pfarrhaus gar die Billette für die Tösstalbahn. An der Töss und am Weissenbach entstanden zur selben Zeit zwei Fabriken. Während die Hermann Bühler AG in der Mülau heute noch produziert, haben sich in den ehemaligen Räumen der Kindlimann-Reifer AG im Weissental etliche kleinere Betriebe eingemietet.